Details zur Kundenmeinung

BAE Audio DMP 1073 Desktop Mic Pre

BAE Audio DMP 1073 Desktop Mic Pre

Kundenmeinung (erstellt am 11. März 2011):
Danke an das DAS-team und Arnd, die mir den Brent Averill DMP vor dem Kauf zum Test überlassen haben => 10 Tage Zeit + 4 Ohren (2x ambitionierter Home-Recorder (ich) + 2x SAE-Absolvent (Kumpel)).

Testaufbau
Mikros: BeesNeez Arabella / BeesNeez Mahalia / BeesNeez Lulu FET (paar) / alle Mics mit Einstellung:/ Nierencharakteristik.
Preamp: Brent Averill DMP + FMR RNC / FMR Audio: Pre + RNC (Compressor: Threshold -5, Ratio -6:1, Attack 6, Release 0,5), [Preamp und Comp sind für den Preis unverschämt gut] / Focusrite Pre’s im (Digi002) / (und als "Vergleich" )Universal Audio LA-610 (“clean”)
Vocals: männliche Stimme, eher leiser Gesang (kein “Shouter”) / weibliche Stimme(n), jung
Aufnahme / Abhöre: Digi002 + ProTools 8 + Mackie 626 aktiv-Monitore

Brent Averill DMP
Optik / Haptik: „modisches“ portables Gehäuse mit Griff oben („never trust a pre-amp you can’t lift“). Das Gewicht wirkt ebenfalls vertrauenserweckend.
Bedienung: Die Abstimmung zwischen dem großen gerasterten Input-Poti und dem kleinen Output-Poti hat deutlichen Einfluss auf den Klang. Je mehr der Input-Pegel steigt, desto mehr hört man den Charakter des DMP, bis hin zur Zerre. Input-Output-Set&Forget! Das gefällt mir. Von Handhabung und Klang her ist der DMP deutlich einfacher und besser als der UA LA 610!
Bei diesem DMP fehlt mir ein Impedanzvorwahl-Poti. Es gibt allerdings DMP-Modelle, die diese Möglichkeit bieten. Vllt liegt hier das Rauschen der Lulus bei leisen Signalen begründet.
Sound: Der DMP liefert Druck und Präzision und Definition direkt aus der blauen Box. Das gilt auch noch an anderen Mikros (getestet an: Audio-Technica 4050, t.bone SCT2000 (Röhre)), die alle enorm von dem Brent Averill profitierten.
Der DMP ist flexibel einsetzbar und wertet alles auf, was man vor ihn hängt!. Wer Druck schon bei der Aufnahme haben will, ist mit dem DMP sehr gut bedient.

Vergleich zum UA LA 610: Der LA zerrt schnell, auch der Comp (sogar schon ab Stellung 2). Gut für den, der genau d e n Zerrsound sucht. Für Vocals ist der LA 610 auch nicht so der Brüller. Ich werde meinen LA 610 verkaufen und mir den DMP zulegen.
Vergleich zum den FMR Preamp + Compressor + Limiter: der pre ist stereo ausgelegt und arbeitet färbungsfrei. Der Compressor (RNC) ist verdammt günstig und verdammt gut, ebenfalls sehr unauffällig. Der Limiter (RNLA) kann deutlich färben und Klang formen. Die drei Geräte kosten wenig. Sie haben alle meine letzten „Studio-Umstrukturierungen“ überlebt. Ich werde sie auch diesmal nicht verkaufen – ich bin sehr zufrieden mit dieser Lösung!!!

Meine Entscheidung
Der DMP kommt definitiv auf meine Einkaufsliste (must-have)!: „Schwarze Magie“ aus einer kleinen Kiste. Diverse TC (goldchannel), SPL pre’s, ART, Focusrite, die ich wieder verkauft habe, der UA LA 610 und der 710 können dem Brent Averill nicht das Wasser reichen!
Der DMP für Stimme und Solo-Aufnahmen und die FMR-Kette für Stereo-Aufnahmen machen für mich absolut Sinn. Auch ist diese Lösung durchaus portabel (kleines Rack + Mikros + DMP).